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Gasthaus "Zum Burgkeller"

Einer Gaststätte, deren Tradition bis in das Jahr 1563 zurückreicht. Das Haus „Burgkeller“ befindet sich im Herzen Arnstadts, dem ältesten am 01.Mai 704 erstmalig urkundlich erwähnten Ort Thüringens.Im Jahre 1563 existierte das Gebäude „Burgkeller“ unter dem Namen „Brauhof Zum Tanneberg“ und führte die Hausnummer 713. Damit gehörte es zu den 126 Brauhöfen, die Arnstadt 1650 zählte. Neben dem Bier hatte der Weinanbau eine große Bedeutung für die Stadt, wobei dieser ab der 1.Hälfte des 17.Jahrhunderts stark rückläufig war. 1617 wird in Arnstadt das erste Weizenbier gebraut und 1705 verfasste der Rektor der Arnstädter Stadt- und Landschule, Johann Friedrich Treiber zu Ehren des Gerstensaftes die Arnstädter Bieroper“.

Das Brauwesen und die damit verbundene Braugerechtigkeit spielten in Arnstadt vom 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle im wirtschaftlichen Leben. Die Zahl der Brauherren, die Besitzer der Brauhöfe waren und das Recht hatten, in diesen ihr Bier auszuschenken, betrug im Durchschnitt 130. Sie gehörten zu den wohlhabendsten der Stadt. Durch Los wurde jährlich einmal die Reihenolge festgelegt, in der die brauberechtigten Bürger ihre Biere in den städtischen Brauhäusern, unter Aufsicht vereidigter Braumeister, abbrauen mussten. Der Wein- und Bierrufer, eine nachweislich seit dem 15. Jahrhundert stadtbekannte Person, verkündete, wer wann was ausschenkte. 1853 wurde im Haus „Burgkeller“ eine Gaststätte unter dem Namen „Heinemannsche Bierwirtschaft“ eröffnet. Ab 1881 wurde das Gebäude mit der Hausnummer 713 unter dem Namen „Burgkeller“ im Arnstädter Adressbuch geführt. 1891 erhält das Gebäude die Hausnummer 12. Seit 1913 befindet sich das Haus in Familienbesitz der heutigen Eigentümer. Mit dem Kauf 1913 erfolgten Umbauarbeiten, die dazu führten das der Eingang von der Mitte zur rechten Seite verlegt wurde. Schon zu DDR Zeiten wurde das Haus zum Einzeldenkmal, wegen seiner geschlossenen Hofanlage mit fachwerksichtigen Nebengebäuden und den weitgehend erhaltenen originalen Raumstrukturen, erklärt. Den hinteren Gastraum mit dem Gewölbe zierten ursprünglich 3 Wandbilder, von denen nur eines, das der Ruhlaer Läuter, noch erhalten ist. Seit 1992 wurde umfangreich saniert und rekonstruiert. Dabei erhielt die vordere Gaststube die Fachwerkeinbauten.

Wir hoffen, dass Sie sich bei uns wohl fühlen und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt im Gasthaus Zum Burgkeller.

 

 Arnstadt im Jahr 1650

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